Klosterküche und Haferbrei - Esskultur im Mittelalter

Aktuell im Museum – "Klosterküche
und Haferbrei - Esskultur im Mittelalter"

Klosterküche und Haferbrei Esskultur im Mittelalter9. Juli bis 2. Oktober 2016
Eine Ausstellung über das Alltagsleben
von Dr. Alice Selinger

EINLADUNG

Zur Eröffnung der Sonderausstellung
Klosterküche und Haferbrei - Esskultur im Mittelalter
am Freitag, 8. Juli, um 18 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Begrüßung: Bürgermeisterin Claudia Grau
Einführung: Dr. Alice Selinger

Die gängigen Vorstellungen von mittelalterlichen Gelagen, bei denen Unmengen Fleisch verzehrt wurden und Bratensoße in Bärte tropfte, trafen auf
den größten Teil der mittelalterlichen Bevölkerung nicht zu. Die Ernährung der meisten Menschen war extrem eintönig und alles andere als ein Genuss. Ungesalzener Haferbrei aus grobem Schrot, mit Wasser angerührt, war Jahrhunderte hindurch das wichtigste Nahrungsmittel. Molke und Bier wurden häufiger getrunken als Wasser, da dieses oft verunreinigt war. Große Teile der bäuerlichen Bevölkerung litten unter Mangelernährung und waren häufig von Hungersnöten bedroht.

Der Adel dagegen schwelgte in ausschweifenden Festmählern, bei denen sogar gefärbte Schwäne auf den Tisch kamen. Erst im Laufe des 13. Jahrhunderts wurde Brot zum Hauptnahrungsmittel. Der gesellschaftliche Rang eines Menschen war in der hierarchischen Welt des Mittelalters auch daran zu erkennen, welches Brot er aß. Die Klöster leisteten Pionierarbeit im Ackerund Weinanbau, bei der Fischzucht, der Käseproduktion, dem Bierbrauen und der Züchtung von Obstsorten. Die Ausstellung erzählt von kostbaren Gewürzen, der Bedeutung des Honigs, von höfischen Tischsitten, eingelegten Heringen und fantasievollen Wegen, die strengen Fastengebote zu umgehen.

Öffnungszeiten
Di, Mi, Sa 14.30 bis 17 Uhr, So 11 bis 18 Uhr

Wörthstr. 1, 72622 Nürtingen
Tel: 07022 / 36334, stadtmuseum@ntz.de

Flyer "Klosterküche und Haferbrei - Esskultur im Mittelalter" PDF